Osteoporose ist der krankhafte Schwund der Knochensubstanz. Sie stellt neben den physiologisch bedingten Verminderungen eine Erkrankung dar, die vor allem, jedoch nicht nur Frauen höheren Alters betrifft.
Die Osteoporose wurde in die WHO-Liste der zehn weltweit bedeutsamsten Erkrankungen aufgenommen. Das erste Jahrzehnt des 3. Jahrtausends wurde zur Dekade der Gelenke und Knochen erklärt (decade of bones and joints).
Eine Vielzahl von Ungleichgewichten oder inneren Erkrankungen geht auch mit einer Veränderung des Knochenstoffwechsels einher, so dass eine professionelle Diagnostik und ggf. Behandlung zu erfolgen hat. Osteoporose ist prinzipiell heilbar, gehört jedoch in Expertenhände.
Über viele Jahre führte ich an der LMU Innenstadt die Osteoporose-Sprechstunde. In meiner Sprechstunde berate ich Sie gerne zu möglichen Therapieoptionen.
Neben den oralen Bisphosphonaten stehen diese auch in unserer Praxis als Infusionstherapie sowie neuerdings auch als Halbjahresspritze unter die Haut als patientenfreundliche Darreichungsformen zur Verfügung.
Die Ernährung und Bewegung sind von herausragender Wichtigkeit, da der Knochen physiologischerweise abbaut, was nicht benötigt wird.
Nicht nur Frauen sind dabei von der Osteoporose betroffen, auch bei Männern kann es zu Knochensubstanzschwund kommen, insbesondere nach Immobilisation sowie bei regelmäßigem Nikotin- oder Alkoholkonsum. Mittels einer Blutentnahme und einer Knochendichtemessung können dabei die Dichte des Knochens im Bereich des Schenkelhalses und der Lendenwirbelkörper bestimmt werden oder ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt erkannt werden.
Die wichtigsten Säulen zur Wiederaufforstung der trabekulären Substanz sind dabei eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die reich an Calcium ist, sowie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Eine Vitamin-D-Substitution wird zusätzlich empfohlen, dabei ist die aktuelle Empfehlung wieder die tägliche Einnahme.
Joghurt und v.a. Milch werden als Calciumquellen weithin überschätzt. Neben Kohlsorten und geräuchertem Fisch sind es insbesondere Hartkäse (Parmesan, Pecorino etc.), die reich an Calcium und nebenbei nach langer Reifung auch noch laktosefrei sind.
Osteoporose kann also geheilt werden und die Knochendichte wieder aufgefüllt werden. Neben den oralen Bisphosphonaten stehen diese auch in unserer Praxis als Infusionstherapie sowie neuerdings auch als Halbjahresspritze unter die Haut als patientenfreundliche Darreichungsformen zur Verfügung.
Die Bewegung ist von herausragender Wichtigkeit, da der Knochen physiologischerweise abbaut, was nicht benötigt wird, wie die Mineralisation des Knochens bei untätigen oder bewegungsarmen Menschen.